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7 Fragen an… Christina Pausch


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ie Lungauerin, die von Maria-pfarr aus loszog, um die Ö3-Welt auf den Kopf zu stellen. Einmal nicht für die Ö3-Gemeinde, sondern speziell für DIE LUNGAUERIN hat die 27-jährige Radiomoderatorin 7 Fragen beantwortet.

1) Viele kennen deine Stimme aus dem Radio. Seit wann gibst du „den Ton an“?

Begonnen hab’ ich bei einem steirischen Privatradio als Praktikantin, ich habe Radio vom ersten Tag an geliebt! Privat bin ich gar nicht so extrovertiert wie manche vielleicht glauben. Ich lese viel, bin gerne für mich und in der Natur. Wahrscheinlich ein natürlicher Ausgleich zum Wirbel im Job und der Radio-Christina.

2) Warst du schon immer eine richtige Plaudertasche?

Ja, auch wenn ich es mir zwischendurch abzugewöhnen versucht hab! Viel und gerne reden wird in unserer Gesellschaft leider oft negativ bewertet. Ich weiß noch, als ein Lehrer zu mir gesagt hat: ‚Du wirst am g’scheitesten Friseurin, da kannst dann den ganzen Tag reden.’ Gut, dass ich seinem Rat nicht gefolgt bin. Ich glaube, dass ich als Friseurin schon sehr viel Schaden angerichtet hätte!

3) Du moderierst regelmäßig die Ö3-Wunschnacht, gelegentlich, die Ö3-Wochenendplaylist und Ö3-Sternstunden. Klingt nach Nacht- und Wochenendarbeit?

17474240_10212643755831640_1921146736_oManchmal Frühdienst, manchmal Spätdienst, manchmal ist es eine Talksendung und manchmal ist es die Info- und Serviceshow. Du musst für alle Sendungen online, informiert und schnell sein. Du musst tausendmal Gesagtes immer wieder neu erfinden. Schlaftechnisch bist du oft im Dauer-Jetlag. Nichtsdestotrotz mag ich es immer noch sehr, auch zu schwierigen Uhrzeiten wie in der Nacht zu moderieren. Es ist erstaunlich, wie viele Menschen in Österreich wach sind und uns dabei hören.

4) Gibt es Momente, in denen es dir die Sprache verschlägt?

Manchmal, wenn mir schlagartig bewusst wird, wie gern ich diesen Job mache. Dann schaue ich mich im Studio um und denk’ mir: Wie bist du eigentlich hierherge-kommen, sappalott?

5) Ich hörte, du hast auch ein Einhorn?

Ja, ein schneeweißes! Es hat aber schon bei mir gelebt, bevor es diesen Einhorn-Hype gab. Geboren ist es im Körper eines Islandpferdes, aber Kinder und ausgewählte Erwachsene sind phantasievoll genug, um das Horn zu sehen. Pferde waren immer Teil meines Lebens. Reiten ist mein wichtigster Ausgleich.

6) Meine vierjährige Tochter singt in der Früh „Guten Morgen Österreiiiich“. Was singst du so?

hw-7843Oh ja, das singe ich auch! Ein fürchterlicher Ohrwurm. Ich bin generell so eine Nervige, die ein Lied oder eine Sendungsmelodie nur zweimal hört und dann dauernd mitgrölt. Autofahren mit mir ist sicher ein Albtraum.

7) Die Lungauerin ist im Weinviertel gelandet. Wie gefällt es dir dort und warum kommst du wann wie gerne zurück in deine Heimat?

Ganz ehrlich? Am Anfang hab’ ich mir gedacht: Bevor ich nach Niederösterreich zieh’, bleib’ ich lieber mein Leben lang in Wien. Und so super find ich Wien als Wohnort jetzt auch nicht. Mit den Jahren und dank meines Freundes Stefan habe ich das Weinviertel aber auch liebgewonnen. Die Schönheit vom Lungau hab’ ich sonst noch nirgends gefunden, muss auch nicht sein. Deshalb ist Heimat ja Heimat: etwas Einzigartiges, Unaustauschbares! Ich trage den Lungau immer in meinem Herzen und versuche, meinen Dialekt abseits vom Mikrofon so gut es geht zu bewahren. Bei mir wird es immer Eachtling heißen.

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