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7 Fragen an … Reinhold „Reini“ Sampl


 Ein Artikel von Hans Adrowitzer

Er wollte Skirennläufer werden und hatte eine große Karriere vor sich, als sich mit einem Schlag sein junges Leben verändert: Reinhold Sampl bricht sich 1996 beim Skifahren bei einem Sprung ins Flache den 11. und 12. Brustwirbel. Der „Reini“, wie ihn alle nennen, hat seinen Lebensmut nicht verloren. Er ist ein bemerkenswerter Mann mit vielen Talenten. Am Tag vor dem Interview für DIE LUNGAUERIN hat er bei der Liezen-Rallye mit seinem Audi TTS einen Sieg in seiner Klasse (M1 Rallye Masters) gefeiert und somit auch die Gesamtwertung der Master-Serie 2016 gewonnen.

1) Reini, wie meistert man als junger Mensch so einen Schicksalsschlag?
Ich war natürlich voller Tatendrang. Man geht Skifahren und kommt nicht mehr zurück. Wenn dir mit Anfang zwanzig ein Arzt sagt, dass du nie wieder laufen wirst, dann ist das hart. Krankenhaus, monatelange Rehabilitation. Das ganze Leben fängt komplett neu an. Nichts ist wie davor. Aber man muss! Schnellstmöglich die neue Situation annehmen, mit den neuen Voraussetzungen Ziele setzen und nicht dem nachtrauern, was man nicht mehr hat.

2) An welches prägende Erlebnis in dieser Zeit nach dem Unfall erinnerst du dich spontan?
An die Aussage meines damals kindlichen Neffen im Krankenhaus. Wir werden es schaffen, und Du auch, hat er zu mir gesagt
. Das hat mir gezeigt, dass es auch für mein direktes Umfeld eine sehr schwierige Situation war.

3) Wie sehr hat dir der Sport geholfen, dein neues Leben zu bewältigen?
Sport war anfangs nur als Rehabilitation gedacht, ist aber schnell zu mehr geworden
. Und wie meine Geschichte zeigt, hat Sport in Folge mein „neues“ Leben geprägt. Ich bin durch den Sport in der ganzen Welt herumgekommen, habe viele interessante Menschen kennengelernt
. Ich konnte als Monoskifahrer Weltcuprennen gewinnen. Sport war Hauptbestandteil für 15 Jahre meines Lebens.

Foto: Harald Illmer - www.iR7.at

Foto: Harald Illmer – www.iR7.at

4) Du bist ein sehr kreativer und vielseitiger Mann, entwirfst Mode für Menschen im Rollstuhl, machst Fahrtrainings, betreibst eine Agentur für Models im Rollstuhl. Was macht dir im Moment am meisten Spaß?
Ich bin froh, dass ich tun kann, was mir Spaß macht und nichts als Arbeit sehen muss. Weil ich alles gerne mache. Meine Zeit im Leben selber bestimmen zu können, ist wohl der größte Luxus, den man haben kann

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5) Findest du es richtig, dass russische Sportler von den Paralympics in Rio wegen der Dopingvorwürfe ausgeschlossen wurden?
Doping ist klarerweise auch im Behindertensport längst ein Thema geworden. Aber dieses generelle Thema jetzt auf dem Rücken einzelner Sportler auszutragen, ist heuchlerisch. Und es zeigt nur, dass man eigene Versäumnisse in puncto richtiger Kontrolle im Internationalen Verband vertuschen will.

6) Was ist dein Lieblingsplatz in deiner wundervollen Heimat Lungau?
Ich war viel unterwegs in meinem Leben und habe vor sechs Jahren meinen Lebensmittelpunkt wieder in den Lungau verlegt. Daheim ist eben doch am schönsten, und einer meiner Energieplätze ist eine Alm in der Muhr, wo ich als kleiner Junge öfters den Sommer verbracht habe
.

7) Du hast einmal gesagt: Aufgeben tu ich nur einen Brief! Bist du der geborene Kämpfertyp?
Jeder Mensch ist seines Glückes Schmied. Das gilt auch für Menschen mit Handicap.

Foto: Reinhold Sampl

Foto: Reinhold Sampl

Reinhold Andreas Sampl ist gebürtiger Lungauer aus Muhr, geboren am 24. November 1973. „Einmal Sportler, immer Sportler“, ist sein Credo. Er war als Rollstuhl-Basketballer genauso erfolgreich wie als Monoskifahrer, 2014 nahm er in Sotschi zum dritten Mal an Paralympics teil. Zu seinen großen Leidenschaften zählt auch der Motorsport. 2011 hat er beim Erzbergrodeo auf dem Quad das Ziel erreicht. Heuer im Mai hat er wiederum als „Catcher Car Driver“ beim Wings for Life World Run mitgemacht – weil ihm das ein Anliegen ist.


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