beitrag_LUN

Aufwachsen in der Biosphäre

Ein Artikel von Andrea Kocher

Landmaus Ferdinand und Stadtmaus Isabella sind die Hauptfiguren im Märchenbuch „Der Biosphärenpark-Schatz“, das im letzten Herbst veröffentlicht wurde. Jeder Schulanfänger einer Biosphärenpark-Volksschule im Lungau durfte sich über das Buch als Geschenk zum Schuleinstieg freuen. Im Jahr 2012 zeichnete die UNESCO den Salzburger Lungau, gemeinsam mit den Kärntner Nockbergen, als Biosphärenregion aus. „Biosphäre“ bezeichnet einen Naturraum, gesunden Lebens- und Wirtschaftsraum, und auch Erholungsraum. Es gilt, die Natürlichkeit zu bewahren und die Landschaft zu schützen – jedoch ohne sich dem Fortschritt und Entwicklungen zu verwehren.
Diesen Auftrag nehmen Biosphärenparkmanager Markus Schaflechner und mittlerweile viele Menschen im Lungau, die sich mit Projekten in den Bereichen Wirtschaft, Bildung, Soziales, Naturraum sowie Alternativenergie und E-Mobilität engagieren, sehr ernst. Warum ist nun aber der Ansatz bereits in den Schulen so entscheidend? „Kinder sind die Konsumenten und vor allem die Entscheidungsträger von morgen“, so Markus Schaflechner. Mit der direkten Auseinandersetzung mit dem Thema wird schon im Kindesalter das Verständnis für die Natur und den schützenswerten Lebensraum sowie der Sinn für Nachhaltigkeit geschärft.
Aktuell sind 12 von 16 Volksschulen im Lungau Biosphärenpark-Schulen, ebenso eine Neue Mittelschule. Als Arbeitsgrundlage wird den Schulen eine „Biosphärenpark-Schatzkiste“ zur Verfügung gestellt: Themen rund um den Lungau sind spielerisch aufbereitet, sie erleichtert den Kindern den Zugang zu den Naturschätzen ebenso wie zu kulturellen und gemeindespezifischen Schätzen. Tierische Begleitung gibt es auch hier: von Heuschrecke „Warzi“, angelehnt an die Warzenbeißer aus der Prangstangen-Geschichte.

Alle Beiträge aus Gesellschaft & Kultur


Facebook Icon