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Bambus-Terrassen mit Insektenhotels


Zu Holz gesellt sich bei Böden auf Balkon, Terrasse und Garten heute zunehmend Bambus, und verleiht dem lauschigen Plätzchen im Freien einen Hauch Exotik. Konkurrenz machen diesen Materialien Stein und Beton, gemixt mit unten Kieseln. Daneben boomen das „Insektenhotel“ und der Garten für Faule.

Bereits vor rund 3.000 Jahren beurteilten die Chinesen und Ägypter, später auch die Griechen, den Boden nach seinem Nutzwert. Auch heute ist der Nutzen eines Bodens Thema, ist er doch für den Menschen zum Fundament jeglichen Wohnens geworden. Den richtigen Boden fürs Freie zu finden, der robust und individuell zugleich ist, zählt zu den Herausforderungen.

Atmosphäre liebt Style

Natürlichkeit, Wohlfühl-Ambiente und Stil – so lauten die Trends. Glamourös, luxuriös, glänzend und dramatisch können die Böden im Hausinneren sein. Diese Mystik und Individualität setzt sich auch außerhalb der vier Wände fort. Die Böden sollen zudem natürlich, robust und verspielt sein. Oder spannend in Gegensätzen
. Dunkle Farben polarisieren mit luftigen Musterungen, zwischen den Platten finden sich bunte Kiesel und Mosaike.

Holz trifft Bambus

Holz verspricht Gemütlichkeit und Flair. Sonne und Licht sind beim Wohnen zentral und schlagen sich in hellen Hölzern wie Ahorn und Birke nieder. Ebenfalls sehr beliebt: Esche, Lärche und Eiche. Die Bodentrends im Außenbereich sind nach wie vor „klassische Produkte“. Die Lärche ist weiterhin die Nummer eins bei heimischen Holzarten, aufgrund ihrer natürlichen Dauerhaftigkeit
. Modifiziertes Holz, wie zum Beispiel Thermoholz aus Buche und Esche, bietet einen erhöhten Schutz gegen Witterungseinflüsse.

Neben Holz interessant ist Bambus in Form von Bambusdielen auf Balkonen und Terrassen, in warmen Erdfarben und peppigem Orange und Ocker. Bambus ist Ökologie pur. Elephant-Bambusdielen etwa werden aus Plantagen-Hochlandbambus hergestellt und schonend mit Naturölen veredelt

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. Die angenehm warme Tönung wird durch Dämpfungsprozesse ohne Zusatz von Chemikalien erreicht
.

Beton ist romantisch

Beton und Stein wirken kalt und unfreundlich? Diesem Vorurteil werden die beständigen Materialen heute schon längst nicht mehr gerecht. Der Gärtner und Gartenautor Thomas Jacob hat Außenböden aus Beton und Stein näher untersucht. „Bei keinem anderen Material ist die kreative Freiheit so gegeben wie hier“, ist Jacob überzeugt. Denn zwischen die Platten gesellen sich heute gerne kleine Kiesel(flächen) und Mosaike in verschiedenstem Design. Die Pflasterung ergibt so ein robustes und verspieltes Bild zugleich.

Gefragt sind pflegeleichte und langlebige Ausstattungen, die lange Freude bereiten. Kreative Freiheit bei gleichzeitig großer Robustheit ermöglichen Betonpflastersteine. Die Optik reicht vom sachlich-minimalistischen Look bis hin zu Varianten, die an Natursteine wie Sandstein oder Granitpflaster erinnern.

Platten in grauer Farbe liegen nach wie vor im Trend, kleine Terrassen wirken durch große Platten optisch weitläufiger. Terrassenplatten aus Beton werden auch mit rauer, wassergestrahlter Oberfläche angeboten und sind rutschfester als polierte Platten. „Der goldene Mittelweg liegt aber bestimmt bei der Mischung von Materialien, z. B. Klinkpflaster mit Naturstein.“ Auch Natursteinplatten werden poliert, geschliffen und oberflächengrau verkauft. Bei Betonpflastern liegen vor allem mediterrane Farben im Trend. Verschieden große Formate zu einer großen Platte zusammengelegt wirken dabei immer natürlich, ruhig und unaufdringlich zugleich.

Der Garten für Ungeduldige und Faule

Der perfekte Boden für die individuellen Ansprüche ist gefunden? Fehlt nur mehr ein bisschen Grün und Leben für die Wohlfühl-Oase im Freien.

Gemüse, Kräuter und Obst sind die Schlagwörter Nummer eins. An der Spitze steht die Tomate mit ihren rund 3.000 Sorten. Dicht gefolgt von scharfen Chilis. „Die stehen vor allem beim Männern hoch im Kurs“, verrät der Biogärtner Karl Ploberger. Bei den Kräutern sind Basilikum und Rosmarin in Töpfen unschlagbar. Neben Gemüse und Kräutern sind Himbeeren, Heidelbeeren und Brombeeren ein Hit. Den klassischen Apfelbaum gibt es kaum mehr, dafür umso mehr Naschobst zum schnellen Runterpflücken.

Insektenhotel und Instant Gardening

Ein zweiter Trend im Garten heißt „Instant gardening“. Dass das Grundstück innerhalb nur weniger Tage aussieht wie ein über Jahrzehnte eingewachsener Garten, ist das Prinzip der Gartenform aus England. Einen Garten für Ungeduldige und Faule, nennt es Experte Ploberger. „Wir wollen heute alle Zutaten rasch kaufen können und zügig einen Balkongarten gezaubert haben.“ Das Blumenbeet aus dem Sackerl bietet eine Möglichkeit. Erde, Dünger und Saatgut sind hier in einem Sack vereint. Verpackt in kleinen Formaten quillt die Blumenerde erst im Topf auf.

Schnell soll es gehen, damit man danach ruhend am Balkon verweilen kann. Immerhin braucht man ausreichend Zeit, um sich ausführlich dem „Insektenhotel“ widmen zu können. „Früher wollte man die Tiere loswerden, heute bietet man ihnen einen eigenen Platz, um sie beobachten zu können“, erklärt Karl Ploberger, bei dem die vermeintlichen Plagegeister zum erwünschten Mitbewohner werden, versammelt in kleinen, hotelartigen Bauten. In Würfelform, als Miniversion von 30 Mal 20 Zentimeter bis zu ein Mal einem Meter, bevorzugt aus Hartholz, Tonziegel oder zusammengewürfeltem Altmaterial, bieten Insektenhotels eine aufregende Heimat für Solitärbienen oder Schwebfliegen. „Die Vereinigung von Tier, Mensch und Pflanze avanciert heute zu DEM Symbol im Garten und garantiert ein spannendes, dekoratives Zusammenleben.“

Eva Pittertschatscher


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