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Bühne frei für „die künstlerei“

Die Lungauer Kultuvereinigung ist umgesiedelt, endlich! In den letzten Wochen wurde „die künstlerei“ bezogen. Und der Aufwand für die Gestaltung der Räumlichkeiten sowie für sämtliche Vorbereitungen wurde sehr gern betrieben, angesichts der Vorfreude auf das künftige, so vielseitige kulturelle Wirken in diesem „Haus für Kreativität, Kommunikation, Kultur und Kunst“ mitten in Tamsweg.

Die zeitlichen Dimensionen der Übersiedlung sind ohnehin nichts gegen jene des zehnjährigen Ringens der Lungauer Kulturvereinigung um ein eigenes Kulturhaus für den Lungau. Ein nervenaufreibendes, kläglich gescheitertes Projekt „Kubus 1024“ zählt zu dieser kämpferischen Vergangenheit – die hat mit der „künstlerei“ nun ihren Frieden gefunden. „’die künstlerei’ bietet Raum für künstlerische Prozesse und unterschiedlichste Formen der Kommunikation. Vor allem dem kreativen, schöpferischen Tun der Bevölkerung soll hier mehr Platz und Raum zur Verfügung gestellt werden“, erklärt Kulturchef Robert Wimmer. Kulturbüro, Studio von „frADIO“, dem noch jungen Projekt eines freien Radios aus dem Lungau, Malwerkstatt, Kostümfundus mit Schneiderei und weitere, andere Räumlichkeiten für Proben, Workshop und Begegnung … alles soll einer möglichst breiten Interessensgemeinschaft offen stehen.

„Multi-kulti“ eben. Schon beim Zutritt auf den Vorplatz lässt sich die vielseitige, kulturelle Zukunft des vormaligen Sozialzentrums erahnen. Zwei Skultpuren von Künstler und „Querschläger“ Reinhard Simbürger wirken als Eingangssäulen, bevor es durch die schwere  Haustür hinein in „die künstlerei“ geht. Das Innenleben der denkmalgeschützten Gemäuer ist dann alles andere als verstaubt: Alte Holzböden, schmiedeeiserne Türschlösser und Fensterkreuze sind historische Details, die das Ambiente des neuen Kulturhauses geradezu unterstreichen. Veranstaltungszentrum mit großem Saal ist „die künstlerei“ nicht, es bleibt bei den bewährten Lokalitäten und dem „offenen Raum“ im gesamten Bezirk. Der großzügige Vorplatz beim neuen Kulturhaus aber soll sich durchaus als zusätzlicher Veranstaltungsort etablieren. Eine Open-Air-Bühne wurde schon errichtet, Bestuhlung für in etwa 120 Personen sollte hier möglich sein.

Gerne hat das Team der Lungauer Kulturvereinigung in den letzten Wochen und Monaten geschleppt, gehämmert und gestaltet. Das gesamte Lager an künstlerischem wie organisatorischen Bedarf konnten aus dem Schloss Kuenburg, dem bisherigen Wirkzentrums der Lungauer Kulturvereinigung, sowie dem Büro am Marktplatz in „die künstlerei“ übersiedelt werden. Vor kurzem wurde mit einem „Kulturball“ offiziell eröffnet. Und gleichzeitig zum Umzug feilte man „in einem kreativen Dialog mit Partnern, Freunden, Mitgliedern und Förderern“, so Robert Wimmer, auch an der Überarbeitung bestehender Kozepte zu einem „Kulturkonzept 2020“.

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