Der Sonne entgegen

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Der Sonne entgegen

Endlich ist sie da, die Sonne – und schon müssen wir uns vor ihr schützen. Wie wir die warmen Strahlen dennoch unbeschwert genießen können und eine zarte Bräune auf unsere Haut zaubern, haben wir bei Kosmetikmeisterin Sabine Scheinast-Hübler nachgefragt.
 Ein Artikel von Doris Thallinger

Auch wenn die ersten Sommertage dieses Jahr etwas auf sich haben warten lassen – kaum waren sie da, haben wir es gespürt: Die Sonne hat vom ersten Strahl an eine immense Kraft. Selbst wenn die Temperaturen nicht so hoch sind, Schutzmaßnahmen sind bei jeder Sonnenstrahlung notwendig.

Foto: Mybona - fotolia.com

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Auf Sonne eingestellt
Reicht zu Beginn des Frühlings noch eine Tagescreme mit integriertem Lichtschutzfaktor, ist es spätestens jetzt an der Zeit, sich mit den richtigen Sommerprodukten einzudecken, nämlich mit allem, das der Haut ausreichend Feuchtigkeit zuführt. Nicht fehlen dürfen im Badezimmerschränkchen sowie im Urlaubsgepäck Gels, Masken und/oder Ampullen, die die Haut beruhigen und neutralisieren.
„Gönnen Sie Ihrer Haut Feuchtigkeit, und zwar nicht erst bei einem Sonnenbrand, sondern nach jedem Ausflug in die Sonne, bei dem die Haut bereits austrocknet und spannt. Die Haut ist dankbar für jede Feuchtigkeit, die ihr hilft, sich zu regenerieren und zu regulieren“, rät Sabine Scheinast-Hübler vom Beautycenter Scheinast Beauty & Style in Wals.

Foto: Maridav - fotolia.com

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Auf den Inhalt kommt es an
Die Sonne scheint und es zieht uns nach draußen. Wandern, Radfahren, Laufen macht jetzt wieder richtig viel Spaß. Und den Sonnenschutz unumgänglich. Sämtliche sportliche Aktivitäten verlangen nach guter Sonnencreme, Kapperl und Sonnenbrille, auch im Wald. Der Schatten der Bäume lässt immer noch ausreichend Sonne durch, um die Haut nachhaltig zu schädigen! Für die Bewegung im Freien eignen sich am besten gut haftende Cremes mit hohem Anteil an mineralischem Sonnenschutz, die auch bei Schwitzen länger halten.
Generell gibt es heute eine breite Range an Sonnenschutzmitteln, von leichten Fluiden bis hin zu reichhaltigen Cremen. Welches das richtige ist, hängt vom Hauttyp und von den eigenen Vorlieben ab. Am besten lässt man sich einmal professionell beraten, um wirklich das ge-eignete Produkt zu finden. „Werfen Sie aber auch selbst einen Blick auf die Inhaltsstoffe! Denn auch in hochwertigen Produkten können Stoffe enthalten sein, die zwar gut vor der Sonne schützen, aber die Haut belasten“, weiß Sabine Scheinast-Hübler.
Grundsätzlich werden Sonnenschutzfilter in mineralische oder physikalische und chemische unterschieden. Mineralische Sonnenschutzfilter wirken sofort ab dem Auftragen, wirken kaum allergen und bilden keine chemischen Reak-tionen, die sich eventuell schädlich auswirken können. Allerdings sind sie etwas schwerer auf der Haut zu verreiben und sind nur bis zu Lichtschutzfaktor 30 erhältlich.
Chemische Sonnenschutzfilter gibt es auch in wesentlich höheren Faktoren, beinhalten allerdings Stoffe, wie zum Beispiel Octocrylene, die allergische Reaktionen auslösen und zum Teil hormonelle Wirkungen entfalten.
„Für welches Produkt Sie sich letztlich auch entscheiden – vergessen Sie abends nicht, Ihr Gesicht gründlich von dessen Rückständen zu reinigen!“, weist Sabine Scheinast-Hübler schließlich auf einen Fehler hin, den leider nur allzu viele nach einem langen Sonnentag machen.

Foto: llhedgehogll - fotolia.com

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Schummeln erlaubt!
Auch wenn die noble Blässe wieder modern wird, mögen wir es doch, wenn unsere Haut „von der Sonne geküsst“ wirkt. Für hellhäutige Menschen empfiehlt es sich, ein wenig „nachzuhelfen“. Eine gleichmäßige zarte Bräune am ganzen Körper verspricht zum Beispiel die Bräunungsdusche oder „Tanning“, das mittlerweile in vielen Studios und vereinzelt sogar von Ärzten angeboten wird. Wichtig für das optimale Ergebnis ist, dass man die Haut vor der Behandlung mit einem guten Peeling von Hautschuppen und Partikeln befreit.
Auch zur Selbstanwendung gibt es zahlreiche Produkte. Empfehlenswert sind Selbstbräuner-Tücher, die der Haut eine regelmä-ßige, zarte Bräune verleihen! Aber Achtung:
Diese Bräune ist rein
optisch und bietet noch keinerlei Eigenschutz vor Sonnenstrahlen!

Expertentipps

Wesentlich ist die Auswahl des Sonnenschutzes nach Hauttyp. Helle, empfindliche Typen sollten durchwegs zu Produkten mit LSF 30 greifen und sich konsequent alle zwei bis drei Stunden eincremen. Beim Sonnenschutz darf man aber auch das Haar nicht vergessen: Gehen Sie an heißen Tagen nicht ohne Sonnenspray für das Haar außer Haus. Dieser schützt nämlich nicht nur das Haar, sondern auch die Kopfhaut. Ebenfalls ein ständiger Begleiter in der Handtasche sollte ein guter Sonnenschutz-Stick sein, den man für Gesicht und Lippen verwenden kann.

Nora Wieland, Friseur Kosmetik Massage, St. Michael im Lungau

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Foto: www.kaindl-hoenig.com
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Foto: Claudia Prodinger

Schon bevor die Sonne ihre volle Kraft entfaltet, sollte man viel Zeit an der frischen Luft verbringen, sodass sich die Haut langsam auf die Sonne vorbereiten kann. Ideal als Sonnenschutz sind Produkte, die zusätzlich Vitamin E, Q10 und Antioxidantien enthalten. Diese Wirkstoffe wirken dem Stress, den die Haut durch die Sonne erfährt, entgegen. Nach dem Urlaub ist es an der Zeit, der Haut etwas Gutes zu tun, entweder mit reichhaltigen Gesichtsmasken oder mit dem Besuch im Kosmetikstudio, wo zum Beispiel kleine Sonnenfältchen mittels Meso-Stimulation wieder ausgebügelt werden können.

Claudia Prodinger, Massage, Kosmetik, Fußpflege, Tamsweg

Nach den Wintermonaten sollte man sich wieder langsam an die Sonne gewöhnen. Je nach Hauttyp wählt man den Sonnenschutzfaktor, am Anfang empfiehlt sich immer ein höherer. Für empfindliche Haut, die zu Sonnenallergie neigt, gibt es Gelprodukte ohne Duftstoffe. Wichtig ist auch, eine ausreichende Menge Sonnencreme zu verwenden und diese gleichmäßig zu verteilen. Am besten genießt man die angenehmen Vormittags- und Nachmittagsstunden in der Sonne und verbringt die Mittagszeit im Schatten. Nach dem Sonnenbaden die Haut mit beruhigenden und feuchtigkeitsspendenden After Sun Lotionen pflegen.

Waltraud Leitner, Kosmetik Fußpflege, Mauterndorf

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Foto: Waltraud Leitner
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