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Augen auf beim Martini-Gansl

Für viele Österreicher ist das traditionelle Martini-Gansl ein Muss auf der herbstlichen Speisekarte. Dabei lohnt es sich, auf die Qualität des verwendeten Fleisches zu achten: Gerade importierte Produkte entsprechen oft nicht dem österreichischen Tierschutzstandard.
Ein Artikel von Natalie Zettl

Bereits seit Jahren sind in Österreich tierquälerische Praktiken wie Stopfmast und Lebendrupf verboten. Doch einige Gastronomiebetriebe nutzen ein Schlupfloch in der Regelung: Durch den Import von Gänsefleisch aus dem Ausland werden die Tierschutzbestimmungen umgangen.

Infos zur Stopfleber. Grafik: VIER PFOTEN.

Infos zur Stopfleber. Grafik: VIER PFOTEN.

Beliebte Tradition

In Europa wird Gänsefleisch fast ausschließlich in der Zeit um den Martinstag und Weihnachten konsumiert. Dabei lag im Jahr 2018 der Selbstversorgungsanteil Österreichs bei 24 Prozent – das bedeutet: Drei Viertel des Gänsefleisches wird aus dem Ausland importiert, hauptsächlich aus Deutschland, Dänemark, Polen und Frankreich. Nach wie vor muss die Gastronomie keine Angaben über die Herkunft ihrer Produkte machen. Für eine bewusste Konsumenten-Entscheidung für das eine oder andere Restaurant wäre dies jedoch wichtig, so VIER PFOTEN Kampagnenleiterin Martina Pluda: „Dem Großteil der österreichischen Konsumenten ist es nicht egal, was sie essen. Transparenz am Teller wird immer wichtiger.

Martini-Gansl ohne Tierqual

Möchte man auf die liebgewonnene Tradition des Martini-Gansls nicht verzichten, so empfiehlt es sich, bereits bei der Reservierung im Restaurant nachzufragen, woher das Fleisch der Gänse stammt. Auch ohne Kennzeichnungspflicht: Ein gutes Lokal sollte die Herkunft seiner Produkte zumindest auf Nachfrage gerne preisgeben. Viele Betriebe deklarieren im eigenen Interesse auch bereits auf der Speisekarte oder Website, dass ihr Gänsefleisch aus österreichischer Freilandhaltung stammt. So können Besucher das Martini-Gansl sorgenfrei genießen.

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