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Mehr Achtsamkeit im Alltag

Am 6. März beginnt die knapp siebenwöchige Fastenzeit, in der traditionell der Verzicht im Vordergrund steht. Die Fastenzeit ist aber auch eine Gelegenheit, neue Wege zu gehen: Wir zeigen Ihnen fünf einfache Übungen für mehr Achtsamkeit.
Ein Artikel von Natalie Zettl

Wer achtsam mit sich und seiner Umwelt umgeht, gewinnt viel an Lebensqualität. Oft reichen bereits einfache mentale Übungen im Alltag, um die eigene Achtsamkeit zu steigern. Auch gezielte Körperarbeit kann sehr hilfreich sein Schnell in den Tagesablauf integrierbar und sehr wirksam sind die folgenden fünf Übungen, vorgestellt von Alexandra Gelny, Shiatsu Praktikerin und Sprecherin des Österreichischen Dachverbandes für Shiatsu (ÖDS):

  1. Bewusster Start in den Tag

Starten Sie Ihren Tag bewusst. Stehen Sie nach dem Weckerläuten nicht sofort auf, sondern bleiben Sie noch ein paar Minuten liegen, fühlen Sie in Ihren Körper hinein, atmen Sie einige Male bewusst tief aus und ein, räkeln und strecken Sie sich, bevor Sie aufstehen. Lassen Sie den Tag ruhig und achtsam beginnen. Bleiben Sie nach dem Aufstehen noch einen Moment neben dem Bett stehen, genießen Sie das erste Auftreten mit Ihren Füßen auf dem Boden. Spüren Sie, wie sich Ihre Fußsohlen auf dem Boden ausbreiten, wie Ihre Füße Sie tragen. Etwa in der Mitte des Fußballens befindet sich der Akupunkturpunkt „Sprudelnder Quell“ – hier beginnt der energiespendende Nierenmeridian. Spüren Sie mit einigen tiefen Atemzügen in Ihre Fußsohlen, bevor Sie die ersten Schritte machen.

  1. Langsames Tun

Wir stehen oft unter Zeit- und Termindruck und eilen auch dann durch den Tag, wenn es eigentlich gar nicht nötig wäre. Dadurch haben wir oft das Gefühl, dass das Leben nur so an uns vorbeirauscht. Bringen Sie, so oft sie können, bewusst mehr Langsamkeit in Ihr Leben! Schlendern statt hetzen Sie zur U-Bahn, genießen Sie Ihre Mahlzeiten ohne Ablenkung und kauen Sie bewusst langsamer.

  1. Reduziertes Multitasking

Multitasking ist zwar in Mode und in gewissen Situationen durchaus praktisch. Das menschliche Gehirn kann sich jedoch nicht zwei Tätigkeiten mit derselben Aufmerksamkeit widmen. Das eine geschieht immer auf Kosten des anderen. Üben Sie, immer nur eine Sache zu machen. Beginnen Sie damit, während des Gehens von A nach B nicht zu telefonieren. Schenken Sie stattdessen Ihrem Gehen Aufmerksamkeit. Ihren Füßen – wie rollen Sie ab, wie fühlen Sie den Untergrund unter Ihren Schuhen? Oder nehmen Sie sich zwischendurch einige Minuten Zeit, um sich ganz auf Ihren eigenen Atem zu konzentrieren. Fühlen Sie, wie Sie ausatmen, und wie sich beim Einatmen Ihre Lunge mit frischer Luft füllt, wie sich Ihr Brustkorb dabei senkt und hebt.

  1. Neue Wege

Im Alltag ist vieles Routine. Doch nehmen Sie einmal bewusst einen anderen Weg ins Büro, steigen Sie eine Station früher oder später aus, nehmen Sie einmal das Rad und lassen Sie Ihr Auto stehen. Ein Ausbrechen aus der üblichen Routine fördert unsere Achtsamkeit.

  1. Abends abschalten

Schalten Sie abends ab, im doppelten Sinn. Spätestens eine Stunde vor dem Zubettgehen sollten Sie alle elektronischen Reizgeber ausschalten – TV, PC, Tablett, Handy. Nehmen Sie sich diese eine Stunde nur für sich. Die folgende kleine Übung kann helfen, das Geschehen des Tages regelrecht „abzustreifen“ und es nicht in den wohl verdienten Schlaf mitzunehmen: Stehen Sie etwa hüftbreit und nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit, um in Ihrer Atmung anzukommen. Beginnen Sie nun, sich mit entspannten Händen und Handgelenken von Kopf bis Fuß abzuklopfen – am Kopf mit Ihren Fingerspitzen dann weiter mit lockeren Fäusten, über Ihren Nacken jeweils einen Arm an der Innenseite hinunter und der Außenseite hinauf, dann den Brustkorb hinunter, den Rücken hinunter (wo Sie ihn erreichen können), das Becken rundherum und beide Beine hintereinander an der Außenseite hinunter und an der Innenseite hinauf. Schließlich enden Sie an den Füßen. Abschließend streichen Sie Ihren ganzen Körper mit flachen Händen von Kopf bis Fuß ab, einmal vorne, einmal entlang der Körperseiten und einmal hinten.

Lassen Sie sich überraschen, wie viel Lebensqualität Sie durch diese simplen Änderungen gewinnen!

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