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Sicherheit durch moderne Zutrittssysteme

Vom Schlüssel bis zur Schließanlage und zum Zutrittssystem, von der mechanischen bis zur elektronischen Sicherheit. Neue Trends, Gesichtserkennung inklusive.
Ein Artikel von René Herndl

Gleich vorweg: Schließsysteme, die über Funk und Smartphones funktionieren, sind – zumindest für Profi-Einbrecher – keine wirklich sicheren!

Foto: René Herndl

Foto: René Herndl

Das gilt logischerweise für das eigene Haus, weniger für Anlagen. Wer in einer Wohnanlage mit vielen oder etlichen Wohnungen zuhause ist, der kennt die üblichen Schlüssel, die zwar z. B. die Hauseingangstüre sperren, nicht aber die private Wohnungstüre und Brieffachanlagen. Gemeinschaftlich genützte Räume liegen im Trend, vom Fahrradraum bis zum Schwimmbad am Dach, weshalb sowohl Bewohner als auch die Hausverwaltung von der Bequemlichkeit kombinierter elektronischer und mechanischer Systeme mit mehr Komfort und weniger Aufwand profitieren. Im Extremfall wird in einer modernen Anlage der Zutritt zu bestimmten Räumlichkeiten protokolliert, etwa zum Fahrradraum oder zum Fitnessbereich. Auch eine zeitliche Begrenzung des Zugangs wäre eine Option, etwa für Schwimmbäder.
Selbstverständlich gibt es auch die „Einer-für-Alles“-Lösung, bei der der Mieter oder Wohnungseigentümer mit nur einem Schlüssel mehrere Türen sperren kann, wobei gelten muss, dass, je aufwändiger und damit teurer die Anlage, auch die Sicherheit eine größere ist.
Foto: zhudifeng - istockphoto.comDa heutzutage auch 3D-Drucker keine technische Rarität mehr sind, können einfache Schüssel leicht nachgearbeitet werden, weshalb sich der Aufwand einer nicht leicht reproduzierbaren Schlüsselart lohnen kann. Ein Schlüssel um 15 Euro kann einfach weniger als eine Schließvorrichtung um einige hundert Euro!

Betriebssicherheit und Organisationsstruktur

Foto: makistock - stock.adobe.com

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Bei Unternehmen und Betriebsgebäuden kann eine moderne Schließanlage eine komplexe Berechtigungsstruktur abbilden, oder, einfacher gesagt, nur der Chef kann alle Türen sperren, Mitarbeiter nur ausgewählte. Wodurch auch innerhalb des
Betriebs eine gewisse Sicherheitsstruktur gewährleistet ist.
Eine solche Anlage erfordert aber auch eine detaillierte Planung und umfassendes Know-how eines Fachbetriebs für derartige Systeme, in der sowohl mechanische wie auch elektronische
Elemente kombiniert werden können.

Sicherheit  ist wichtig – Sicherheitsregeln

Foto: antic - stock.adobe.com

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Bei Privathäusern ist es weniger wichtig, eine hierarchische Schließanlage zu installieren, hier steht eher die individuelle Sicherheit im Vordergrund. Wobei auch gewisse Verhaltensregeln zur Sicherheit beitragen, so etwa das Gebot, keine Fenster oder Türen (auch nicht im ersten Stock!) zu kippen und das Haus zu verlassen.
Jeder individuelle und spezifische Haus-Sicherheitsplan sollte sowohl den Lebensgewohnheiten der Bewohner, als auch den örtlichen Verhältnissen und den Eigenarten des Gebäudes angepasst sein. Zwar sind mechanische Sicherungen wie eine einbruchshemmende Türe und eine Mehrfachverriegelung samt Sicherheitszylinder die wesentliche Voraussetzung für einen wirksamen Einbruchschutz, jedoch bieten erst Einbruchmeldeanlagen wirklichen Schutz! Eine solche und deutlich erkennbare Alarmanlage am Haus schreckt die meisten Täter ab. Der sogenannte „stille Alarm“, bei dem der Einbrecher nicht sicher sein kann, ob und wann er ihn ausgelöst hat, ist für den Einbrecher noch „gefährlicher“. Jedenfalls schützt ein Alarmsystem Bewohner und Haus – und es alarmiert nicht nur Sie im Falle eines Einbruchs! Zahlreiche zusätzliche Features wie zum Beispiel Gas-, Wassermelder bieten ein hohes Maß an Sicherheit! Wichtig ist, dass eine Einbruchmeldeanlage fachgerecht projektiert, installiert und gewartet wird!
Eine zusätzlich montierte gute Beleuchtung im Außenbereich, die durch Bewegungsmelder gesteuert wird, verscheucht ungewollte Besucher, eine Videoüberwachung bietet zusätzlichen Schutz und hat eine hohe abschreckende Wirkung.

Foto: gece33 - istockphoto.com

Foto: gece33 – istockphoto.com

Sicherheit für Türen und Fenster
Da heute fast alle (Neubau-)Fenster eine Dreifachverglasung aufweisen (die zwar keine Luftzirkulation zulassen, aber auch keinen wirksamen Einbruchsschutz bieten), sollte unbedingt eine zusätzliche Sicherung eingebaut werden, also eine Einbruchmeldeanlage. Bei den Türen sind einbruchshemmende Konstruktionen, ebenso eine entsprechende Schließanlage sicherheitsrelevant.
Ein potenzieller Einbrecher wird bei einer entsprechenden Beleuchtung durch Bewegungsmelder bei allen Eingängen ins Haus abgeschreckt, und auch dann, wenn eine Videoüberwachung samt Aufzeichnungsgerät eingerichtet wird. Dabei ist jedoch darauf zu achten, dass nur der Privatbereich erfasst wird, weil die Datenschutzgrundverordnung für weitere Bereiche eine behördliche Genehmigung vorschreibt.
„Der neueste Trend kommt aus China und ist nicht einmal so teuer (250 bis 700 Euro),“ so Sicherheitsexperte Alexander Pichler: Die „Gesichtserkennung“ wurde bei der gerade vergangenen Messe „Bauen und Wohnen“ vorgestellt.

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