beitrag_LUN_0419

Wohnwaren Kaffee in der Stegmühle

Ein Artikel von Andrea Kocher

Schon einmal in einem Café die Kaffeetasse – bei Bezahlung, versteht sich – mitgenommen? Und auch gleich den Sessel, auf dem man saß? Im kürzlich eröffneten Wohnwaren Kaffee Stegmühle in Mauterndorf ist dies nicht nur möglich, sondern gar erwünscht.
Es ist ein smartes gastronomisches Konzept, das die Geschwister Heidrun Rieger und Rainer Wallmann in der Mühle aus dem 17. Jahrhundert umsetzten: Im 12 Meter hohen ehemaligen Getreidesilo entstanden nach liebevoller Renovierung und Adaptierung drei Etagen. Im Erdgeschoß bietet Rainer seinen Kaffeebesuchern 14 Sitzplätze. Im Sommer genießt man das gesunde Stegmühle-Frühstück, süße und pikante Snacks und Getränke auf der kleinen Steinterrasse. Alles biologisch, ist doch die gesamte Philosophie des Wohnwaren Kaffees auf Nachhaltigkeit und Natürlichkeit bedacht.
Die Wohnwaren bietet Heidrun auf 70 Quadratmetern Verkaufsraum an. Vorrangig sind es Kleinmöbel, wie Kommoden, Tische, Lampen, außerdem Geschirr und Kleinwaren, die darauf warten, von einem Liebhaber entdeckt zu werden. Erklärte Herzstücke sind die Polstersessel, teils an die 100 Jahre alt, die die gelernte Polsterin Heidrun in aufwändiger Handarbeit erneuert. Manchmal reicht schon ein neuer Stoffüberzug, um den Liebhaberstücken neue Optik zu verleihen. Die Möbel stammen allesamt aus der familieneigenen Sammlung, die über die Jahre zu stattlichem Umfang gewachsen ist. Neben den Altmöbeln werden auch neue Handwerksstücke, wie hochwertige Leinen-Bettwäsche, Tischtücher, Servietten und andere Wohnaccessoires, angeboten. Einiges an Arbeit also, das auf Heidrun, deren Werkstatt sich ebenso in der Mühle befindet, wartet.
An der richtigen Röstung als Unterstützung wird es ihr dank des Wohnwaren Kaffees nicht fehlen! Genossen werden können hier übrigens auch die hauseigenen Liköre, Destillate und der Whiskey aus der Stegmühle-Brennerei von Vater Richard Wallmann. Dass es sich um ein echtes Logenplatzerl handelt – aufgrund der Lage der Mühle an der Taurach, neben der schmalen Brücke, die über die Florianigasse ins Marktzentrum führt – ist das Sahnehäubchen obendrauf.

LUN_DSC_6165
Foto: Andrea Kocher
Alle Beiträge aus Kulinarik & Genuss


Facebook Icon